Die Coronakrise trifft besonders sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen hart, die auf die Unterstützung u.a. durch die Angebote der gemeinnützigen Tafeln angewiesen sind. Viele Wochen mussten landesweit die sozialen Einrichtungen, bei denen Lebensmittel aus Spenden ausgegeben werden, schließen. Umso größer war die Freude auch bei den rd. 80 ehrenamtlichen Mitarbeitern und zahlreichen Kunden des Baunatal-Schauenburger Tafel e.V., als sich am vergangenen Mittwoch die Türen der Einrichtung im Zentrum Rembrandtstraße 6 wieder öffneten.

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir für unsere Kunden wieder da sind“, stellte Vereinsvorsitzender Wolf-gang Rodermund am Tag der Wiedereröffnung fest.

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Die Baunataler-Schauenburger Tafel hat ihren Sitz im Zentrum Rembrandtstraße 6.

Der Bedarf sei groß und werde aufgrund der Auswirkungen durch die Coronakrise wohl noch ansteigen, fürchtet er. Am Beginn der Coronakrise sei es aufgrund der Hamsterkäufe in den Geschäften zuweilen zu einigen Engpässe bei der Lebensmittelversorgung durch die Tafel gekommen. Derzeit sei das Spendenaufkommen der Lebensmittelhändler gut, doch bleibe man weiterhin auf Spenden angewiesen.

Neuanmeldungen bei der Tafel dienstags, 10 – 12 Uhr

Die rd. 200 festen Kunden, die regelmäßig zur Tafel kommen, seien im Vorfeld informiert worden, dass es weitergeht, berichtet Rodermund. Neuanmeldungen seien weiterhin möglich, und zwar jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr in der Einrichtung.
Auch bei der Tafel gelten die Abstands– und Hygieneregeln und es besteht Maskenpflicht. Die strengen Auflagen bedeuten für den Verein allerdings einen hohen zusätzlichen finanziellen Aufwand, u.a. mussten Spuckschutzwände und Desinfektionsmittel angeschafft werden. „Die Kosten explodieren in einigen Bereichen“, bemerkt der Vorsitzende.
Näheres unter baunataler-schauenburger-tafel.de

Dank an Bürger für Spenden am „Gabenzaun“

Während der Schließung der Tafel Baunatal-Schauenburg hatten zahlreiche Baunataler Bürger regelmäßig den „Gabenzaun“ zwischen Marktstraße und Innenstadt, den die SPD Baunatal errichtet hatte, mit Spenden bestückt. Mit der Wiedereröffnung der Tafel wurde der „Gabenzaun“ abgebaut.
Jeden Tag waren etwa 50 „Gabentüten“ gepackt worden, die während der Schließung der Tafel Menschen in Not zu Gute kamen. Für die zahlreichen Lebensmittelspenden aus dem Handel sowie von den Bürgern, von denen auch Sachspenden kamen; ebenso für die Unterstützung des Bauhofs für den Auf- und Abbau des Zauns gibt es ein großes Dankeschön seitens der Organisatoren des „Gabenzauns“.
Auch Bürgermeisterin Silke Engler spricht allen Beteiligten ihren Dank aus.

„Die Unterstützung der Menschen, die besonders jetzt auf Hilfe angewiesen sind, ist ein tolles Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt in unserer Stadt während dieser Krisenzeit“, so die Bürgermeisterin.

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