Baunatal | Volkswagen Im Oktober vergangenen Jahres arbeiteten die Auszubildenden aus verschiedenen VW-Standorten zwei Wochen gemeinsam mit Berufsschülern aus der polnischen Stadt Bielsko-Biala auf Einladung des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) in verschiedenen Bereichen der Gedenkstätte, nahmen an Führungen teil und sprachen mit Zeitzeugen.

Bei einem Empfang im Rathaus, bei dem auch der Baum überreicht wurde, berichteten die jungen Menschen über ihre Eindrücke. Bei diesem bewegenden Termin überreichte der Exekutiv-Vizepräsident des Internatio-nalen Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, der Stadt Baunatal eine Silberlinde als Symbol gegen das Vergessen und als Zeichen des Friedens, für Demokratie, Toleranz, gegen Antisemitismus und gegen rechten Hass. Zugleich soll der Baum an den rechts-extremistisch motivierten Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke im Juni 2019 erinnern.

VW-Auszubildenden, Ein Zeichen für Toleranz von VW-Auszubildenden und gegen Hass und Hetze
Von links: VW-Werkleiter Olaf Korzinovski, VW – Betriebsrats-vorsitzender Carsten Bätzold, Maurice Hitsch (Auszubildender VW) Bürgermeisterin Silke Engler, Sina Wiegand (Auszubildende VW) und Christoph Heubner (IAK) enthüllten die Gedenktafel vor der Silberlinde.

Enthüllte Gedenktafel erinnert an Eindrücke der VW-Auszubildenden in Auschwitz

Vergangene Woche wurde der Baum, der an der Friedrich-Ebert-Allee einen sichtbaren Platz erhalten hat, offiziell übergeben. Vor der Silberlinde wurde gleichzeitig eine Gedenktafel enthüllt, die aufzeigt, wofür der Baum steht und auf die gemeinsame Zusammenarbeit und die Eindrücke der Auszubildenden in Auschwitz hinweist.

Vor der Enthüllung sprachen die Auszubildenden, die die Gedenktafel geschaffen hatten, noch einmal über ihre Eindrücke in Auschwitz und ihre Motivation, sich an diesem Projekt zu beteiligen.

„Wir setzen hier und heute ein Zeichen gegen Hass, Hetze, Intoleranz und für die Demokratie“, betonte Bürgermeisterin Silke Engler.

Zugleich stehe die Gedenktafel und der Baum für die Verbundenheit zwischen Stadt und Volkswagenwerk, fügte die Bürgermeisterin hinzu. Die Stadt Baunatal freue sich sehr, dass die VW-Auszubildenden das Projekt angeschoben hätten und dass der Konzern fördere, dass die jungen Menschen so etwas erleben, so Engler.

Diese Tafel sei ein Stoppschild für alle, die Deutschland wieder zu dem machen wollen, wie es früher einmal war, mahnte Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees. Man müsse sich dem Rechtsextremismus entgegenstellen, forderte er.
VW-Werkleiter Olaf Korzinovski sah es als Pflicht an daran zu erinnern, was die Nationalsozialisten getan haben. In Deutschland gebe es mehr als alarmierende Tendenzen.

„Es darf niemals die Diskussion geben, einen Schlussstrich unter die Erinnerung an die NS-Zeit zu ziehen“, betonte der Betriebsratsvorsitzende Carsten Bätzold.

Diese Tafel sei ein wichtiges Zeichen gegen das Vergessen.
Seit vielen Jahren engagiert sich der VW-Konzern für den Erhalt und die Restaurierung der Gedenkstätte Auschwitz. Die Gedenkstätte versinnbildlicht die Stätte des Grauens weltweit, die Unbarmherzigkeit und das unvorstellbare Leid des Holocaust. Das staatliche Museum Auschwitz-Birkenau auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers in Oswiecim ist ein Ort des Erinnerns und gegen das Vergessen.

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