Baunatal | Stadtverwaltung Die Einweihung des barrierefreien Bahnhofs in Guntershausen konnte Ende Februar mit Vertretern des Behinderteinbeirates stattfinden.

„Das lange Ringen hat sich gelohnt“, betonte Bürgermeisterin Silke Engler vergangene Woche bei einer Corona-konformen „Eröffnung“ mit Vertretern des Behindertenbeirates am Bahnhof Guntershausen. Fast 10 Jahre hätten sich die Stadt Baunatal und weitere Akteure für einen barrierefreien Umbau des Bahnhofs eingesetzt, so Engler. Rund 2 Millionen Euro habe die Deutsche Bahn investiert. Der Bahnhof biete nun mehr Sicherheit für alle. Ob Radfahrer, Menschen mit Gehbehinderung und Familien mit Kinderwagen – sie alle profitieren von der Unterführung unter den Gleisen, die über Aufzüge zu erreichen ist.

„Es ist auch ein wichtiges Projekt für den Ortsteil Guntershausen“

berichtete die Bürgermeisterin und bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben.

Radtouren ab Bahnhof Guntershausen

Der Bahnhof Guntershausen werde auch gern für Park and Ride von Menschen aus dem gesamten Umland genutzt, weil man von hier in 15 Minuten in Kassel sei, sagte Engler. Außerdem nutzen ihn Radsportbegeisterte, um Touren von Guntershausen aus zu unternehmen. „Ich bin sicher, dass die Frequenz durch den Umbau noch einmal steigen wird“, so Engler.
Seit wenigen Wochen können Reisende barrierefrei und stufenlos am Bahnhof Guntershausen ein– und aussteigen. Durch eine Unterführung, Fahrstühle am Mittel– und Außenbahnsteig sowie Rampen sind die Gleise miteinander verbunden. Der Bahnsteig wurde zudem mit einem taktilen Leitsystem sowie einem Wetterschutzhaus und neuen Sitzgelegenheiten ausgestattet. Kleinere Restarbeiten werden in den kommenden Wochen abgeschlossen, teilte die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung mit. Finanziert wurde die Maßnahme über die Leistungs– und Finanzierungsvereinbarung II zwischen Bund und DB sowie über das Zukunftsinvestitionsprogramm zwischen der DB und dem Land Hessen.

Der Umbau des Bahnhofs Guntershausen

Im Jahr 2014 baute die Stadt Baunatal in Eigenregie eine 53 Meter langen Weg, der den Ort direkt mit der Bahnunterführung verbindet und setzte damit einen ersten Punkt für die Barrierefreiheit am Bahnhof Guntershausen. Die Erschließung der Ostseite wurde durch die Verlängerung der Personenunterführung und einer barrierefreien Anbindung geschaffen.
Im Jahr 2016 wurde der Planungsvertrag zwischen Stadt, Bahn und dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) unterschrieben und im Jahr 2017 wurden die Planungen in einer Bürgerinformation vorgestellt. Vorausgegangen waren bereits viele Gespräche, da der Wunsch – insbesondere der Guntershäuser Bürger – groß war, den Bahnhof barrierefrei umzugestalten. Die Bahn argumentierte jedoch zunächst damit, dass die notwendige Fahrgastanzahl nicht erreicht werde.
2018 wurden erste Detailplanungen präsentiert. Der ursprüngliche Start des Bahnhofumbaus konnte nicht erfolgen, da er behindertengerecht umgeplant und Aufzüge statt Rampen installiert werden mussten.
2020 erfolgte der lang ersehnte Startschuss für den Umbau. An Gleis 2 und 3 wurden Aufzüge eingebaut, die in die Personenunterführung führen. Der vorhandene Weg an der Ostseite wurde gepflastert und der Höhenunterschied an das Gleis durch eine barrierefreie Rampe ausgeglichen.

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