„Zusammenarbeit mit Jugendlichen basiert auf Vertrauen“ Streetworker Baunatal

„Zusammenarbeit mit Jugendlichen basiert auf Vertrauen“ Streetworker Baunatal

Baunatal | Jugend Wenn für die Jugendlichen Schulschluss ist, starten Lisa Freund-Obruschnik und Felix Wienecke in ihren Arbeitsalltag. Der beginnt für die Baunataler Streetworker oft zu Fuß oder auf dem Fahrrad.

An unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet kommen sie mit Jugendlichen ins Gespräch, hören ihnen zu, bieten bei Problemen und Sorgen Hilfe an oder beraten bei individuellen Anliegen, zum Beispiel bei der Wohnungssuche oder bei Behördengängen. Manchmal kommen Lisa und Felix auch mit dem kleinen Bus und laden auf einem der öffentlichen Plätze spontan zu Sport und Bewegung ein. Dazu bringen sie u.a. mobile Tore oder Slackline-Sets mit, die sehr gerne angenommen werden.

Lisa Freund-Obruschnik und Felix Wienecke sind die Baunataler Streetworker

Anfang des Jahres haben die beiden Sozialpädagogen als neue Streetworker der Stadt ihr Büro im Jugendzentrum Second Home an der Friedrich-Ebert-Allee bezogen. Der 31-jährige Felix hat bereits in verschiedenen Jugendzentren in Kassel gearbeitet. Auch seine 25-jährige Kollegin Lisa bringt ihre Erfah-rungen aus der Jugendarbeit im Landkreis Kassel ein. „Im Second Home sind wir ein super Team, in das wir gleich sehr gut aufgenommen wurden“, erzählen sie. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien Teil der Baunataler Kinder- und Jugendarbeit, und so sei es für Lisa und Felix von Anfang an selbstverständlich gewesen, sich bei den JuZ-Veranstaltungen einzubringen.

Mittlerweile haben sie viele Kontakte geknüpft, sind gut vernetzt mit den Schulen und Vereinen, ebenso mit verschiedenen Beratungsstellen und Fachleuten. Auch mit der städtischen Ordnungsbehörde und dem neuen Schutzmann Jens Haase stehen sie regelmäßig in Verbindung. „Wir versuchen auch zu vermitteln, wenn es mal zu Konflikten, beispielsweise mit Anwohnern, kommt, und wir werben für gegenseitiges Verständnis. Aber für uns steht dabei immer im Vordergrund, dass wir für die Jugendlichen da sind. Wir wahren und vertreten immer ihre Interessen“, betonen die Streetworker.

Teilhabe und aktive Freizeitgestaltung durch Streetwork unterstützen

Hauptanliegen ihrer Arbeit sei es, jungen Leuten soziale Teilhabe und eine aktive Freizeitgestaltung zu ermöglichen, „darum geht es“, stellt Lisa fest. „Jugendliche brauchen Orte, an denen sie für sich sind. Seit Corona hat sich viel nach draußen verlagert“, fügt sie hinzu. Ihre Arbeit basiere auf tragfähigen Beziehungen zu den Jugendlichen. Die Voraussetzung dafür sei Vertrauen, das müsse man sich aufbauen, sagt Felix und verweist auf die Schweigepflicht, die auch für Streetworker gilt.
Häufig werden sie persönlich über Instagram angeschrieben, manchmal kommen Jugendliche zu ihnen ins Büro oder sprechen sie unterwegs an. „Manche möchten aber auch nichts mit uns zu tun haben, das akzeptieren wir natürlich. Manchmal ist das ganz unterschiedlich und hängt auch oft von der Tagesform ab“, berichtet Felix. Wichtig sei immer, den Dialog mit Jugendlichen zu suchen. „Wir sagen ihnen zum Beispiel, dass chillen an bestimmten Orten okay ist, aber bei Müll oder gar Zerstörung ist Schluss“, sagt er.

Auch für die konkreten Wünsche der Jugendlichen haben die Streetworker ein offenes Ohr. Im Frühjahr hatten die Mädchen und Jungen sogar Gelegenheit, ihre Anliegen bei der Bürgermeisterin persönlich vor-zubringen: Manuela Strube begleitete die Streetworker bei ihrer Tour durch Baunatal und sprach dabei mit vielen jungen Leuten. Zur Sprache kam unter anderem die Erneuerung des Skateplatzes, was auch bei der Auftaktveranstaltung des neuen Baunataler Jugendbeteiligungsformats „Junges Forum“ von den Jugendlichen als Wunsch thematisiert worden war.

Im Herbst und Winter sind die Streetworker viel im JuZ Second Home

Jetzt freuen sich Lisa und Felix erst einmal auf einen entspannten Herbst und Winter mit den Jugendlichen. Zwar gebe es auch in der dunklen Jahreszeit draußen noch Orte, die sie regelmäßig aufsuchen, denn nicht jeder komme ins JuZ, erzählen sie. Doch in der kalten Jahreszeit verlagere sich die Arbeit der Streetworker zunehmend ins warme Jugendzentrum. Das Second Home mit seiner hervorragenden Ausstattung und den großzügigen Räumlichkeiten biete zu jeder Jahreszeit tolle Freizeitmöglichkeiten. Doch im Winter würden viele Jugendliche verstärkt das JuZ als Treffpunkt nutzen. Auch Lisa und Felix bieten dort verschiedene Projekte an, zum Beispiel eine Fahrradwerkstatt oder das Tonstudio. Gut angenommen werden von den Jugendlichen aus allen Stadtteilen auch die Midnight-Basketball-Turniere, die die Streetworker künftig in der Sporthalle der EKS durchführen. Überhaupt sei Basketball bei den jungen Baunatalerinnen und Baunatalern sehr beliebt, vor allem die Plätze hinter dem JuZ und am Baunsberg würden gern genutzt, berichtet Felix. In den Oster- und Sommerferien hatten die Streetworker zudem als Ergänzung zum Ferienspaß für Kinder im JuZ ein Programm für Jugendliche ab 13 Jahren erstellt, die Resonanz sei positiv gewesen. „Wir haben noch super viele Ideen, die wir im nächsten Jahr umsetzen möchten, auch in den einzelnen Stadtteilen“, verrät Felix.

Text & Foto (V.i.S.d.P)
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