Baunatal | Stadtverwaltung Der Verband hat seit 2019 zehn von 14 Renaturierungsmaßnahmen für einen Natur-Umwelt-und Hochwasser-Schutz an der Bauna umgesetzt.

Seit 2019 widmet sich der Verband für Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz Baunatal Schauenburg (VAH) mit der finanziellen Unterstützung des Hessischen Umweltministeriums in insgesamt 14 Einzelmaßnahmen der Renaturierung der Bauna in Baunatal und Schauenburg. Bisher wurden zehn abgeschlossen. Dabei wird an vielen Stellen der Bauna die Befestigung am Grund und an den Ufern der Bauna entfernt, Wehre und Sohlabstürze umgebaut und Ufer- und Auenflächen abgeflacht. Zurzeit werden drei Renaturierungsmaßnahmen an der Bauna am Kleingartenverein Altenbauna umgesetzt. Hierbei wird der Bach aufgeweitet und der Wasserwechselzonenbereich erweitert. Unter den Brücken werden Holzbuhnen hergestellt, was den Fischen hilft wieder aufwärts zu schwimmen. Dabei wird die Fließgeschwindigkeit verringert und die Wasserhöhe bei trockener Witterung erhöht.

Renaturierung ist Hochwasser – und Umweltschutz

Bei der Renaturierung wird nicht nur der Hochwasserschutz in Baunatal, sondern insbesondere durch die Wiederherstellung des natürlichen Lebensraumes die Gewässerökologie verbessert. Nach Abschluss der Maßnahmen soll die Bauna wieder zu einem natürlichen Lebensraum für fließgewässertypische Tiere und Pflanzen werden und sich diese auch wieder ansiedeln. So sollen sich monotone Landschaften, die in der Vergangenheit durch menschliche Eingriffe vielerorts geschaffen wurden, in lebendige Biotope zurückverwandeln.

So sollen beispielsweise in Altenritte künftig wieder Fische von unten nach oben wandern können. Dafür wurde 2019 der Bereich der Fischteiche umgebaut. Das dort vorhandene Querbauwerk wurde eingeschlitzt und die Höhenunterschiede durch eine Fischtreppe ausgeglichen.

Ein weiterer Vorteil der Renaturierung ist der natürliche Hochwasserschutz. Durch den Rückbau wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers verringert. So wird beispielsweise mit der Beseitigung von Sohlabstürzen und anstelle dessen mit dem Einrichten von Beckenriegelpässen eine naturnahe Ufergestaltung mit Steinen und Trittsteinbiotopen und der Bepflanzung von Uferflächen geschaffen. 2017 wurde mit dem Hochwasserrückhaltebecken Hunsrückstraße der letzte Baustein des Hochwasserschutzkonzeptes des Verbandes umgesetzt, so dass die Menschen in Baunatal besser vor Starkregenereignissen geschützt sind.

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