Mehr Grün wagen im Schottergarten in Baunatal

Mehr Grün wagen im Schottergarten in Baunatal
Gärtnermeister Karl-Heinz Härtl, Bürgermeisterin Manuela Stru-be und Erster Stadtrat Daniel Jung pflanzten Stauden ins Schot-terbeet für mehr Biodiversität.

Baunatal | Umwelt Wer durch Wohngebiete geht, kann immer mehr von ihnen entdecken: Schottergärten in Baunatal vor den Haustüren. Vermeintlich pflegeleicht finden in derart „gestalteten“ Flächen Insekten und Kleinsäuger keine Lebensräume mehr, sie sterben aus und mit ihnen verstummen auch die Vögel.

Gemeinschaftsprojekt mit der Niedensteiner Gärtnerei Härtl für mehr Biodiversität

Auch bindet der mit Folie abgedeckte Boden unter dem Schotter kein Wasser, was bei Starkregen die Hochwassersituation verschlimmern kann. Vieles spricht dafür hier gegenzusteuern, spielen doch Umwelt-, Klima- und Artenschutz eine immer größere Rolle im Stadtleben.
Die Gärtnerei Härtl aus Niedenstein hat in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Baunatal zwei Schotterflächen „wiederbelebt“. In zwei Verkehrsberuhigungskübeln am Dorfplatz in Großenritte wurden Schotterflächen in lebendige Habitate verwandelt. Bürgermeisterin Manuela Strube und Erster Stadtrat Daniel Jung legten selbst Hand an und brachten zwischen dem Schotter Substrat ein und pflanzten Sukkulenten beziehungsweise Stauden.
Die Mitarbeiter der Gartenbaufirma hatten einen Kübel bereits bepflanzt, unterstützten und erklärten. Jetzt brauchen die Flächen gelegentlich Wasser, bis sich in den nächsten sechs bis sieben Monaten genügend Wurzeln gebildet haben. Danach verursachen sie kaum mehr Arbeit als eine Schotterfläche. Gepflanzt wurden Stauden, Kräuter und Sukkulenten, die sich in Schottergärten wohlfühlen und gedeihen, ohne aufwendig gehegt und gepflegt zu werden.
Als einen weiteren von vielen bereits vorhandenen Bausteinen, wie den zahlreichen Blühflächen in allen Stadtteilen, bezeichnete Erster Stadtrat Daniel Jung dieses Projekt. Zudem setzt die Stadt mit dem jährlichen Wettbewerb „Lebendiger Vorgarten“ ein Zeichen gegen die Schottergärten und plädiert für mehr Mut zum Grün, um damit Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten im Wohnumfeld zu schaffen
„Wir sind hier als Stadt bereits auf einem guten Weg“, betont Daniel Jung. Und auch Gärtnermeister Härtl unterstrich, dass in der VW-Stadt inzwischen wieder Arten aus Fauna und Flora anzutreffen sind, die seit langer Zeit aus der Stadt verschwunden waren.
Weitere Projekte und Infoveranstaltungen der Stadt zum Thema sollen folgen, auch um den Baunatalern Tipps zu geben, wie man selbst Hand anlegen und mit wenig Aufwand lebendige Habitate entstehen lassen kann.

Text & Foto (V.i.S.d.P)
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Marktplatz 14, 34225 Baunatal
Telefon: 05 61 / 49 92 -0
https://www.baunatal.de

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