Baunatal | Stadtmarketing Die erste Apotheke der Familie Lorenz in Baunatal wurde 1971 gegründet und das Familienunternehmen feiert den Geburtstag mit einer Jubiläumswoche. Zeit für einen Rückblick und Ausblick in die nächsten 50 Jahre. Dirk Wuschko im Interview mit Inhaberin Alexandra Lorenz.

Hallo Alexandra, erinnerst Du Dich noch an die erste Situation als Kind, wo du in der Apotheke warst?

Das ist fließend, wir haben über der Apotheke gewohnt und da bist du als Kind immer hier unten gewesen. Die Apotheke war in unserem Familienleben immer präsent – zu der Zeit waren auch die Notdienste noch anders organisiert. Man hatte immer für eine komplette Woche den Notdienst, damals gab es vier Apotheken in Baunatal, zwei davon hatten meine Eltern. Das heißt alle zwei Wochen waren meine Eltern dran.

Das heißt, du hast Sie nicht so oft gesehen?

Ich war viel bei meiner Großmutter, die hat die Kinderbetreuung übernommen. Trotzdem habe ich eine sehr gute Erinnerung an meine Kindheit, ich bin sehr behütet und glücklich aufgewachsen. Und ich habe schon mit sieben Jahren Geld in der Apotheke verdient. Ich habe 10 Pfennig bekommen, wenn ich zwischen unseren beiden Apotheken (Neue Apotheke, eröffnet 1971 und Rathausapotheke, eröffnet 1975) die Medikamente transportiert habe. Dann haben Sie mich runtergeholt und ich bin hin- und hergerannt.

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Dirk Wuschko mit Alexandra Lorenz in ihrem Büro in der Neuen Apotheke

Sind deine Eltern beide Apotheker gewesen? Und gab es das auch schon vor dieser Generation?

Ja, beide sind Apotheker – es waren beides Neueröffnungen und die Generationen vor meinen Eltern haben etwas anderes als Beruf gemacht.

Seid Ihr eine Baunataler Familie?

Mein Vater ist als Sechsjähriger als Vertriebener aus dem Egerland in Baunatal angekommen und hat in Großenritte dann die Volksschule besucht. Danach ging es nach Kassel auf´s Gymnasium und zum Studium nach Würzburg, wo auch ich dann später studiert habe. Dann hat er die Apotheken in Baunatal gegründet

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Eröffnung der Neuen Apotheke 1971 durch Otmar G. Lorenz – Foto: Archiv Lorenz Apotheke

War es für dich klar, dass Du die Apotheken übernehmen willst oder hattest du auch mal komplett andere Pläne?

NEIN, das war klar… Wenn Du als Kind immer gesagt bekommst, irgendwann übernimmst du die Apotheken, dann glaubst du es irgendwann mal und es hat einfach Spaß gemacht. Ich hatte mal kurzzeitig die Idee Tierärztin zu werden. Ich habe dann ein Praktikum bei einem Tierarzt gemacht und gelernt, dass zum Tierarzt auch gehört, Tiere einzuschläfern. Ich habe mehr geweint als der Hundebesitzer, als sein Hund eingeschläfert wurde: Von daher war schnell klar, dass ist nicht mein Beruf.
Der Beruf des Apothekers macht mir extrem viel Spaß: die Arbeit mit den Menschen, mit den Mitarbeitern, es ist immer was Neues.

Online, Offline, Rezepturen – die Lorenz Apotheken müssen mit der gesellschaftlichen Entwicklung mithalten

In meiner Wahrnehmung war eine Apotheke früher im Wesentlichen der Ort wo Rezepturen hergestellt wurden. Jetzt habe ich das Gefühl in ein Einzelhandelsgeschäft zu kommen – macht Ihr noch Medikamente?

Die Rezeptur findet natürlich noch statt. Hauptsächlich sind es vor Ort Cremes, Lotionen und Lösungen, die hergestellt werden. Tabletten eigentlich gar nicht mehr – ab und zu noch Kapseln, z.B. wenn für Kinder niedrigere Dosierungen hergestellt werden müssen, die es nicht als fertige Ware auf dem Markt gibt. Wir haben am Tag ca. 20 Rezepturen, das ist richtig viel.

Eine PTA (Pharmazeutisch-technischer Assistenz) steht den ganzen Tag und mischt Rezepturen. Was ja jetzt noch neu dazugekommen ist, sind Individualrezepturen für Cannabis.
Wir sind weiterhin die erste Anlaufstelle für gesundheitliche Probleme, für die die Patienten der Meinung sind, sie ohne Arztbesuch lösen zu können. Allergische Reaktionen oder Kopfschmerzen zum Beispiel.  Dann schauen wir, ob es notwendig ist sofort einen Arzt hinzuzuziehen. Oder wir empfehlen, wenn unsere Medikation nach ein paar Tagen nicht den gewünschten Erfolg bringt, auf jeden Fall den Arzt aufzusuchen.

Jede(r) deiner MitarbeiterInnen darf diese Diagnosen stellen oder muss dann der Apotheker hinzugezogen werden?

Nein das machen schon unsere PTAs, in bestimmten Fällen ist es aber festgelegt, dass ein Apotheker mit hinzugezogen wird. Auch wenn z.B. die PTAs einen Fehler auf einem Rezept entdecken, können sie direkt den ausstellenden Arzt anrufen, wenn der aber nicht zu erreichen ist, müssen sie wieder den diensthabenden Apotheker hinzuziehen. Der hat einfach die Verantwortung und muss dafür geradestehen. Wann immer eine Apotheke offen hat, muss ein Apotheker vor Ort sein.

Wenn man hier in die Neue Apotheke reinkommt, sieht man viel Personal. Wie viele Menschen beschäftigst Du?

Zur Zeit 60 durch die Teststation, die wir zusätzlich betreiben – in normalen Zeiten sind es 50 MitarbeiterInnen. Es sind viele Frauen dabei, die Teilzeit arbeiten. Den Botenbereich haben wir auch aufgestockt, um den Internetapotheken ein wenig Kontra zu geben. Wir sind einfach schneller als sie, wenn morgens bestellt wird bei uns, liefern wir am Nachmittag aus.

Das ist doch super für die Patienten, macht ihr das schon immer so?

Auslieferungen machen wir schon lange, aber die Auslieferung am Samstag und am selben Tag ist durch die Corona Situation entstanden. Das werden wir aber beibehalten, weil die Kunden das super gut annehmen. Sie müssen gar nicht im Internet bestellen: Wenn Sie sich vormittags bei uns melden, sind die Sachen beim Feierabend schon zu Hause.

Sind die Online-Apotheken eine ernsthafte Konkurrenz mit ihrem Geschäftsmodell?

Soweit ich weiß, gibt es nicht eine Online-Apotheke, die Gewinn macht. Das sind alles große Unternehmen, die gesponsert werden durch Kapitalgesellschaften aus dem Ausland. Die wollen halt die Daten haben von den Kunden und keiner weiß, wo die Daten letztendlich landen. Natürlich sind die so organisiert, dass der Kunde in der Straßenbahn sitzt, Kopfschmerztabletten auf seinem Smartphone bestellt und am nächsten Tag sind die da.

Bieten diese Online-Apotheken auch Beratung?

Ja, sie bieten sie an, aber hier bei mir steht der Patient vor mir – ich kann noch mal nachfragen, wie oft kommen denn die Kopfschmerzen vor, wie äußern sie sich, ist es vielleicht eine Migräne? Ist es verbunden mit hohem Blutdruck? Das sind Fragen, die wir hier vor Ort standartmäßig abklären. Es gibt noch viele weitere Fragen in dem Zusammenhang: Ist das Medikament für die Person, die vor mir steht, ist sie schwanger, sind Unverträglichkeiten bekannt?
Wir können Zusatzempfehlungen geben. Bei Kopfschmerzen kann es zum Beispiel auch mit dem Nacken zusammenhängen, dann würden wir auch Magnesium empfehlen. Das alles bekommt Keiner nur online hin. Bei uns kann der Kunde auch in unserem Onlineshop bestellen, oder in der App oder per Telefon – aber wir kommen immer in den direkten Kontakt!

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Rezeptannahmestelle der Lorenz Apotheken im Edeka in Besse, Medikamente werden geliefert – Foto: Archiv Lorenz Apotheke

Die Coronazeit hat Alexandra Lorenz viele schlaflose Nächte bereitet

Wann und wie habt ihr eigentlich erfahren, dass ihr die „Testfront“ eröffnen sollt als Apotheken?

Mit den Tests gab es eigentlich keine Extrainformationen, sie wollten einfach nur, dass Tests gemacht werden. Wir wollten das am Anfang gar nicht machen, weil wir weder eine Lokalität noch Mitarbeiter hatten. Das Problem in dem Bereich war, wie auch in anderen, dass sich fast täglich die Rahmenbedingungen verändert haben.

Am Anfang hieß es, dass die Tests in den Apotheken stattfinden müssen, was außerhalb der Apotheke passiert, muss mit einer neuen Haftpflichtversicherung abgesichert werden. Es war auch nicht klar, ob und wie groß der Bedarf war.
Dann wurden die Nachfrage größer und die Rahmenbedingungen verändert, so dass wir zumindest hier in der Neuen Apotheke stundenweise Tests organsiert haben. Mit dem Baunataler Modellprojekt ist dann die Rathausapotheke mit dazu gekommen und wir haben die Kapazitäten deutlich erweitert.

Unabhängig von den Zusatzaufgaben – hat Corona auch euer normales Geschäft verändert?

Corona hat sehr viel verändert, angefangen von Betriebsabläufen wie arbeiten hinter Plexiglasscheiben und mit Maske, das ist ein echter Stressfaktor für das Team. Sie verstehen die Kunden schlechter, der Geräuschpegel ist um ein Vielfaches höher und das ständige Flächendesinfizieren hat viele wunde Hände hervorgerufen.

Insgesamt war der emotionale Stress deutlich höher, wir hatten auch zu Hochinzidenszeiten Kunden hier und es war klar, dass da auch infizierte Menschen dabei sein müssen. Wir alle hatten Angst uns anzustecken und vielleicht einen schweren Verlauf zu bekommen oder Familienangehörige zu infizieren. Dazu kam, dass auch wir permanent neue Einkaufswege für eigentlich Standartware wie Handschuhe oder auch die Masken suchen mussten.

Die übliche Grippewelle wurde ja auch durch die Corona Schutz Auflagen in diesem Jahr verhindert, hast du das auch an den Apothekenumsatz gespürt?

Massiv im Bereich Grippe– aber auch zum Beispiel das Thema Kosmetik spielte nicht mehr so eine große Rolle wie in „normalen“ Jahren. Auch die Kundenfrequenz war nicht gleichbleibend, im März 2020 hatten wir viel mehr Kunden als Corona losging – im April war auf einmal ein Einbruch da. Es war einfach sehr unsicher: Wandern die Kunden in das Internet ab, werden sie gar nicht mehr krank, es gab bei uns allen Zukunftssorgen, obwohl wir ja nicht schließen mussten.
Letztendlich haben wir weder Kurzarbeit noch staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssen, was ich sehr beruhigend fand. Das war eine sehr aufregende Zeit für alle.

Als Unternehmerin bleibt ja die Hauptlast für das Durchschiffen schwieriger Zeiten bei dir, wie bist Du damit umgegangen?

Mit vielen schlaflosen Nächten, aber auch mit neuen Formen der Zusammenarbeit. Ich hatte eine Chatgruppe mit anderen Apothekern. Dort haben wir uns regelmäßig ausgetauscht und unterstützt, den einen oder anderen Lieferantentipp für Mangelware oder worauf ich gerade achten muss, habe ich von den Kollegen, das hat sehr geholfen.

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Alexandra Lorenz führt seit 2008 das Familienunternehmen – Foto: Archiv Lorenz Apotheke

Wie sieht du dich eigentlich, eher als Unternehmerin oder eher Richtung medizinische Versorgung?

Ganz klar als Unternehmerin. Aber es ist ein Beruf, wo du vielen Menschen etwas Gutes tun kannst und du bist niedrigschwellig ansprechbar für die Menschen. Ich habe viele Möglichkeiten für mich und meine Mitarbeiter mich zu Gesundheitsthemen zu informieren, weiterzubilden und damit auch unseren Kunden zu helfen.

Bei uns geht es nicht um den kurzfristigen Profit, wir wollen die Menschen langfristig an unsere Apotheken binden – durch gute Beratung, gute Produkte und auch mal das „wegberaten“ von unsinnigen Produkten, die dem Kunden in der Situation nicht helfen. Wir wollen authentisch und ehrlich mit unseren Kunden umgehen.
Wir sind hier in der „Neuen Apotheke“ z.B. speziell auf Ernährungsberatung ausgebildet, weil wir ja das Reformhaus nebenan haben. Damit können wir für den Kunden viel Gutes tun.

Fast jeden Tag schließt eine Apotheke in Deutschland

Wird die „richtige“ Apotheke eigentlich von den Eltern auf die Kinder vererbt? Wenn du die Kunden jung gut berätst, kann der ja noch 60 Jahre bei dir bleiben und umso älter man wird, umso höher ist ja der Bedarf…

Das stimmt, es gibt Untersuchungen, dass in den letzten zwei Jahren des Lebens 80% der Kosten anfallen. Viele Kunden geben „ihre“ Apotheke an die nachfolgende Generation weiter, es gibt schon Familien über mehrere Generationen, die uns treu geblieben sind in den letzten 50 Jahren. Aber die Jungen sind auch Internetaffinier und erkennen manchmal noch nicht die Notwendigkeit in die Apotheke vor Ort zu gehen.

Es schließt fast jeden Tag eine Apotheke in Deutschland. Als ich angefangen habe, gab es noch weit über 21.000 Apotheken, jetzt sind wir bei ca. 19.000. Es gibt definitiv den Trend zur Schließung.
Wer macht dann den Notdienst vor Ort?  Wer mixt dann noch Dein Rezept? Gib mal Deine Rezeptur an eine Internetapotheke, die machen das, sagen aber auch gleich das dauert 3 Wochen. Bei dem jetzigen Trend der Schließungen werden die Apotheken, die weiter machen, größer werden und die Gebiete versorgen.

Aber für die Patienten wird es deutlich schlechter. Zum Beispiel wenn es um den Notdienst geht, schon jetzt kommen Leute aus Fritzlar hier zu uns um Sachen zu kaufen. Wenn die Kunden von Morgen nicht begreifen, dass es irgendwann die Apotheke vor Ort nicht mehr gibt, wenn Sie alles Online kaufen, müssen Sie dann auch damit leben, dass Sie weit fahren müssen, wenn Sie den Notdienst benötigen. Wenn Du am Wochenende ein krankes Kind zu Hause hast und du brauchst nur ein Fiebermittel, werden die Menschen für eine Packung, die 3,95 Euro kostest dann 25 Kilometer fahren müssen.

Als Deine Familie 1971 hier die erste Apotheke errichtet hat, gab es ja hier in der City noch nicht so viele Geschäfte, war das damals eine Investition im Glauben an die Zukunft des Standortes?

Auf jeden Fall: Mein Vater hat damals eine Analyse machen lassen, die war vernichtend, nach dem Motto „Um Gottes Willen da keine Apotheke“. Der damalige Bürgermeister Horst Werner war zukunftsorientiert und hat meinem Vater gesagt, dass wir auf jeden Fall dort eine Apotheke benötigen. Das war wohl offensichtlich richtig. Wir haben hier super gute Bedingungen: ein großes Warenlager, Parkplätze und viele Ärzte, die sich in unmittelbarer Nähe angesiedelt haben.

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Seit 1971 ist die Neue Apotheke das Stammhaus der Lorenz Apotheken – Foto: Archiv Lorenz Apotheke

Wird in 50 Jahren der Apothekenmarkt von Kapitalgeslleschaften dominiert?

Wenn du in die Zukunft schaust, siehst du deine Apotheke in 50 Jahren hier noch?

Es wird auf jeden Fall eine stationäre Apotheke noch geben. Ob das noch eine Apotheke in der Hand meiner Familie ist, kann glaube ich keiner voraussagen. Wir sind sicherlich eine der Apotheken in Baunatal, die eine gute Zukunftsprognose hat. Wir sind schon lange am Markt und haben uns einen guten Ruf erarbeitet, wir haben einen guten Standort und eine gute Größe. Es spricht viel dafür, dass es uns auch weiterhin gibt. Ob mein Sohn das weitermacht, der ja gerade erst sieben Jahre ist, kann ich natürlich nicht einschätzen – aber die Hoffnung ist natürlich da.

Hast Du ein Bild vor Augen, wie eine Apotheke in 50 Jahren aussieht, was die Apotheken nicht mehr machen werden?

50 Jahre ist ein verdammt langer Zeitraum, da bin ich 96 und kann wahrscheinlich gar nichts mehr sehen… Ich glaube, die typischen Regale in der Apotheke wird es gar nicht mehr geben. Das wird alles digitalisiert in Form von Bildschirmen sein. Da suchst Du dir die Produkte aus und dann kommt es als Warenkorb raus.
Ich denke es wird auch einen Selbstbedienungsbereich geben, wo Du einfach Dein Rezept per QR-Code, oder was dann so benutzt wird, einscannst und dann kommt Dein Medikament da direkt raus, ohne Beratung oder Kontakt zum Apothekenpersonal. Es wird sehr viel digitaler sein als jetzt – aber auch unpersönlicher, das glaube ich leider schon.

Die ganze Welt wird ja mobiler. Die Jungen finden ihre Arbeitsstelle, aber auch ihren Partner im Internet. Sie werden viel mehr unterwegs sein. Ich glaube nicht, dass es dann noch die Bindung an eine Apotheke vor Ort gibt. Vielleicht gibt es dann auch nur noch fünf große Apothekenkonzerne deutschlandweit.
Die Individualapotheke weiß ich nicht, ob die sich halten kann. Der Prozess läuft ja schon – zurzeit dürfen wir vier Apotheken besitzen, irgendwann werden das bestimmt bald fünf oder sechs. Irgendwann werden vielleicht auch ausländische Kapitalgesellschaften zugelassen, die nur noch dem Profit ihrer Geldgeber verpflichtet sind.

Jetzt ist es noch so, dass wir Apotheker komplett mit unserem Vermögen haften. Ich bin der eingetragene Kaufmann ohne Haftungsbeschränkung. Das sieht bei Kapitalgesellschaften dann anders aus, das können wir ja in anderen Geschäftsbereichen schon deutlich sehen. Wenn die Rendite nicht stimmt oder Fehler passieren, wird der Geschäftsführer gewechselt und das Unternehmen entschuldigt sich – aber das Geschäftsmodell bleibt natürlich gleich.

Text und Foto (V.i.S.d.P)
Stadtmarketing Baunatal GmbH/ MT Melsungen
Dirk Wuschko
Friedrich-Ebert-Allee 8a, 34225 Baunatal
www.baunatal-bewegt.de

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