Baunatal | Verkehr Das Verkehrsaufkommen im Trineweg in Großenritte hat sich in den zurückliegenden Jahren verändert. Anwohner bemängeln seit Längerem nicht nur sehr viele, sondern vor allem auch zu schnelle Fahrzeuge in ihrer Straße, in der Tempo 30 gilt.

Die Stadt hat auf die Beschwerden reagiert und zu unterschiedlichen Zeitpunkten Zählungen sowie in unregelmäßigen Abständen Geschwindigkeits-Messungen durchgeführt. Bei einer Bürgerinformation, zu der coronabedingt nur Anwohner sowie Magistratsmitglieder und Stadtverordnete eingeladen waren, berichtete Bürgermeisterin Silke Engler am Donnerstagabend über den Zwischenstand in Sachen Verkehrssituation im Trineweg.

Viele Fahrzeuge im Trineweg unterwegs – Tendenz rückläufig

Es seien eine Menge Fahrzeuge täglich in der Straße unterwegs, sagte die Bürgermeisterin. Allerdings sei auch eine rückläufige Tendenz zu verzeichnen, wie Zahlen belegen: Fuhren im Mai 2014 4000 Fahrzeuge pro Tag durch den Trineweg, so waren es bei einer weiteren Zählung im September 2017 „nur“ 3500 Autos – obwohl der Trineweg zu diesem Zeitpunkt wegen der Baustelle Unter den Linden als Schleichweg genutzt wurde, bemerkte die Bürgermeisterin. Im September 2019 wurden bei einer weiteren Messaktion 3000 Fahrzeuge an einem Tag gezählt.

„Ich weiß natürlich, dass das immer nur Momentaufnahmen sind“, räumte Silke Engler ein. Um zu sehen, ob der Trend weiter zurückgehe, werde man, wie versprochen, im September erneut eine Zählung durchführen.
Zudem werde es weitere unangekündigte Geschwindigkeitsmessungen geben. Am 18. Mai diesen Jahres hatte die städtische Ordnungsbehörde bei insgesamt 875 gemessenen Fahrzeugen 116 Verstöße festgestellt, wobei der am schnellsten gemessene Fahrer mit 45 km/h in der 30-er Zone unterwegs war.

Weitere Lösungen für den Trineweg werden überprüft

Dies sei aber nicht repräsentativ, denn viele Autofahrer seien durchaus noch schneller, ebenso auch Busse, stellten einige Anwohner fest.
Zur Reduzierung der Geschwindigkeit wurden mehrere Lösungsansätze erörtert. Die Stadt habe bereits mehrere Varianten geprüft, darunter das Einrichten von „Hindernissen“ zur Fahrbahnverengung zum Beispiel durch Parkbuchten, berichtete die Bürgermeisterin. Das sei aber alles nicht so einfach umzusetzen. So gebe es u.a. Bedenken hinsichtlich des Schulbusses, der pünktlich zum Unterrichtsbeginn sein Ziel erreichen muss. Durch die Hindernisse würde der Bus Zeit verlieren.

„Das heißt nicht, dass wir nicht auch mit dem NVV über diese Möglichkeit sprechen werden“, fügte Silke Engler hinzu. Auch nahm sie die Anregung auf, Tempo-Displays am Straßenrand aufzustellen. Nicht durchführbar sei aufgrund der verkehrs-beruhigten Bereiche im Trineweg eine Umkehr der Vorfahrtstraße wie in der Chattenstraße.
„Wir arbeiten weiter an einer Lösung“, versprach die Bürgermeisterin und verwies auf ein weiteres Vor-Ort-Treffen mit den Anwohnern Anfang 2021.

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