Spannende Einblicke in die digitale Stadt der Zukunft: Baunataler Delegation informiert sich in Ahaus über Stadt- und Bürger-App
Baunatal | Digitalisierung Wie kann eine Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern digitale Services bieten, die den Alltag erleichtern, Wirtschaft und Verwaltung vernetzen und gleichzeitig modern und attraktiv wirken? Antworten auf diese Frage suchte jetzt eine Delegation aus Baunatal beim Besuch der Tobit Software AG in Ahaus. Seitens der Stadt nahmen Pressesprecher Raphael Digiacomo und Bürgerbeauftragter Luca Rudolph teil. Begleitet wurden sie von Stadtmarketing-Geschäftsführer Dirk Wuschko und Vertretern der lokalen Wirtschaft auf Einladung der Wirtschaftsgemeinschaft.

Peter Sommer, Geschäftsführer der „Smart City Unit“ bei Tobit, nahm die Gäste mit auf einen Rundgang durch die „Digitalstadt Ahaus“. Dabei wurden Möglichkeiten sichtbar, wie eine „SuperApp“ – eine multifunktionale Stadt- und Bürger-App – in der Praxis funktionieren kann. Das Besondere daran ist, dass die App als Plattform funktioniert, wo auch andere Softwareentwickler eigene Lösungen einprogrammieren können.

So besichtigte die Delegation etwa ein digitales Hotel, das komplett ohne Empfangspersonal auskommt. Der Check-in erfolgt über die App, Zimmerschlüssel gibt es nur noch virtuell.
Auch die Gastronomie in Ahaus zeigt, wie weit die digitale Stadt schon ist: In einem britischen Pub sowie in einer amerikanischen Bar werden Bestellungen und Bezahlungen ausschließlich bargeldlos direkt vom Platz aus abgewickelt. Diese Bar ist zudem Veranstaltungsort für Fachvorträge u.a. zu Kryptowährungen – zugänglich und buchbar ebenfalls über die App.

Praxisnah wurden Verknüpfungen mit der städtischen Infrastruktur demonstriert: Parkplätze melden ihre Auslastung in Echtzeit via LoRaWAN an die App, so dass freie Plätze sofort sichtbar sind. Ergänzt wird das Angebot durch einen stadtweit akzeptierten digitalen Stadtgutschein, der beim Einkaufen und sogar zum Bezahlen von Bußgeldern genutzt werden kann.
Mehrwert und effizientes Tool für Verwaltung
Viele Funktionen des Systems, die auch der Kommunikation zwischen Stadtverwaltung und Bürgerschaft dienen können, sehen die Nutzung von KI-Agenten und QR-Codes vor, deren Funktionsweise zukunftsweisend und bedienungsfreundlich ist – ein Mehrwert für Bürger und ein effizientes Tool für die Verwaltung.
„Es ist beeindruckend, wie in Ahaus digitale Lösungen konsequent umgesetzt und miteinander verzahnt sind“, so das Fazit der Delegation. Die Eindrücke sollen in die Überlegungen zur weiteren Digitalisierung und Entwicklung einer möglichen Stadt-App für Baunatal einfließen – auch in Verbindung mit dem Zukunftsmodell der Baunataler Nachrichten.
Text & Foto (V.i.S.d.P)
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