Baunatal Digitalisierung Stadtgesellschaft

Schnelles Internet durch den Breitbandausbau – Ein kompliziertes Thema leicht erklärt

(Bauntal, BN) Über den Breitbandausbau im Stadtgebiet hört man viel – aber nur wirkliche Kenner verstehen alles. Was sind diese Glasfaserkabel? Was ist der Unterschied zwischen FTTC und FTTH? Wie viele Mbit/s oder Gbit/s bekomme ich in meinem Wohnhaus? Und welcher Anbieter versorgt nun meinen Wohnort? Einige Fragen, die bei den Baunatalern immer wieder aufkommen, wollen wir in den Baunataler Nachrichten in den nächsten Wochen in loser Folge klären.

In der letzten Ausgabe der Baunataler Nachrichten haben wir die Fragen beantwortet was Glasfaserkabel sind und was der Unterschied zwischen FTTC und FTTH ist. In dieser Woche widmen wir uns den verschiedenen Anbietern, die im Stadtgebiet für den Breitbandausbau sorgen.

Wie ist die High-Speed-Internetversorgung in meinem Wohnort und welcher Anbieter ist zuständig?

Eine flächendeckende Internetversorgung in allen Stadtteilen Baunatals ist schon seit vielen Jahren Standard – die Internetgeschwindigkeit ist aber in allen Bereichen sehr unterschiedlich. Dies liegt zum einen an den jeweiligen Internetanbietern, zum anderen an der Lage des eigenen Wohnhauses oder am Übertragungskabel vor Ort. Der Glasfaserausbau ist im gesamten Stadtgebiet auf einem unterschiedlichen Stand, das heißt, dass es in einigen Orten bereits Internetzugang über die High-Speed-Leitungen gibt und in anderen ist das Surfen mit über 50 Mbit/s noch nicht möglich. Mit der Maßeinheit bit/s bzw. Mbit/s oder Gbit/s wird die Geschwindigkeit der Internetverbindung, die sogenannte Datenübertragungsrate, beziffert. Sie besagt, wie viele Daten pro Sekunde verarbeitet werden. In der Stadt Baunatal kann man die High-Speed-Internetversorgung anhand der unter-schiedlichen Vorwahlen gut erklären.

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Vorwahl 0561: Die Deutsche Telekom hat den Ausbau mit Glasfaserleitungen im gesamten 0561-Gebiet bis zu eigens dafür eingerichteten Verteilerschränken vorgenommen und den Bereich somit nach dem FTTC-Standard ausgebaut. Von den jeweiligen Verteilern werden die Daten über die vorhandenen Kup-ferkabel an die Haushalte weitergeleitet. Laut Telekom sind Leistungen bis zu 100 Mbit/s möglich.
Außerdem kann die Firma Unitymedia als Anbieter unter anderem in vielen Straßen von Altenbauna, Großenritte und Altenritte genutzt werden. Die Stadt Baunatal hat keine genauen Informationen darüber, welche Straßen in Baunatal von diesem Anbieter versorgt werden können. Auf der Internetseite von unitymedia ist aber eine Verfügbarkeitsprüfung möglich.

Vorwahl 05601: Durch die Breitband Nordhessen GmbH wurde der 05601-Bereich der Stadt Baunatal mit Glasfaserkabeln ausgestattet. Vermarktet und verkauft werden die Anschlüsse durch die Firma Netcom. Der Ausbau erfolgte ebenfalls nach dem FTTC-Standard.
Des Weiteren hat die Deutsche Telekom in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass sie das Gewerbegebiet in Großenritte an das Gigabit-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom anschließen werden. Dafür wird die Telekom rund fünf Kilometer Glasfaserkabel verlegen. In diesem Bereich erfolgt der Anschluss in der FTTH-Weise und je nach Vertragsabschluss der Geschäftskunden ist eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 100 Gbit/s möglich.

Vorwahl 05665: Im Jahr 2011 hat die Stadt Baunatal den Internetausbau in Hertingshausen und Gunterhausen durch die Firma ACO, die mittlerweile von der Firma Goetel übernommen wurde, bezuschusst. In der EU besteht ein Doppel-Subventionsverbot, wodurch die Stadt den Internetausbau im 05665-Bereich nicht ohne Weiteres erneut subventionieren kann. Dies geht nur nach einer negativen Marktabfrage. Auch der Landkreis Kassel hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Breitbandausbau voran zu treiben und hat die Stadt Baunatal bei diesem Schritt unterstützt. Auf die Marktabfrage des Landkreises für die Stadtteile Hertingshausen und Guntershausen bei allen größeren Telekommunikationsfirmen, hat sich für Hertingshausen eine Firma gemeldet und ein Ausbauinteresse bekundet. Somit kann die Stadt diesen Bereich nicht subventionieren, um den schnelleren Ausbau zu un-terstützen. Leider wartet die Stadt Baunatal schon seit rund einem halben Jahr auf eine Rückmeldung der Firma und somit können wir in dieser Ausgabe der Baunataler Nachrichten keinen aktuellen Bearbeitungsstand mitteilen.
In Guntershausen besteht von keiner Firma das Interesse an einem Breitbandausbau. Aus diesem Grund kommt eine Förderung durch Bundes- und Landesfördermittel und durch die Stadt Baunatal in Frage. Für diesen Förderantrag sind im städtischen Haushalt rund 8.000 Euro bereitgestellt.
Zur Zeit besteht in diesen Bereichen somit leider noch keine Möglichkeit zum Surfen mit High-Speed-Internet.
In der nächsten Ausgabe der BN erläutern wir den Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Baunatal und der Firma Deutsche Glasfaser.

Foto und Text
Magistrat der Stadt Baunatal
www.baunatal.de


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