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Nach Großbränden: Stadt Baunatal bittet Bürger um Umsicht beim Wasserverbrauch

Die zwei Großbrände der vorletzten Woche in Rengershausen und Guntershausen haben in Baunatal auch ihre Spuren im Bereich der Wasserversorgung hinterlassen.
Mehr als eine Million Liter Wasser aus dem Versorgungsnetz wurden durch die Feuerwehren zur Brandbekämpfung entnommen. Das alles unter den derzeitigen Witterungsbedingungen eines Jahrhundertsommers, mit Zweidrittel weniger Niederschlägen im Monat Juli als in 2017 laut Deutschem Wetterdienst. In Baunatal hatte es bis dahin am 14. Juli diesen Jahres letztmalig geregnet.

„Die Entnahmemenge ist derzeit aufgrund der Wetterlage durch die Bevölkerung schon höher als im Durchschnitt“, erläutert Erste Stadträtin Silke Engler. „Zudem wurde die Ausnahmesituation durch die beiden Großbrände der letzten Woche verschärft“ führt sie weiter aus.
Normal seien Werte von 3.500 Kubikmeter bis 4.000 Kubikmeter Trinkwasserverbrauch pro Tag. Am Donnerstag, 2. August waren es bis Ausbruch des Feuers in Guntershausen am Abend 7.200 Kubikmeter.
Trinkwasser ist an sich genug da für die ca. 28.000 Einwohner der Stadt Baunatal. Der Bezug erfolgt aus dem Gruppenwasserwerk Fritzlar-Homberg sowie aus eigenen Brunnen. Ein Ringsystem versorgt alle Stadtteile gleichmäßig. Derzeit läuft die Förderung wie gehabt, jedoch kommt das Wasser nicht schnell genug in die städtischen Hochbehälter. Jetzt gilt es die Reserven nach großen Bränden wieder vollzubekommen, auch um stets für weitere Notfälle die notwendigen Löschwasserreserven bevorratet zu haben.

Auch wenn zurzeit keine drastischen Maßnahmen erforderlich sind, ruft die Stadt Baunatal ihre Mitbürger weiterhin zum Wassersparen auf. Wenn viele mitmachen,
können sich die Vorräte erholen. Die Stadt leistet hierzu bereits ihren Beitrag und bewässert nur noch das Notwendigste.
„Bereits am Freitag vorletzter Woche wurde angeordnet, die Bewässerung von Blühstreifen, Pflanzkübeln und anderen Blumenrabatten einzustellen; zudem
wurden die städtischen Zierbrunnen abgeschaltet“, so Erste Stadträtin Silke Engler.
Bei der Vorgehensweise gilt es, die Schäden, die entstehen können, abzuwägen und mit Augenmaß zu handeln.
Saisonale Blühpflanzen können ersetzt werden, bei Sportplätzen erfolgt die Bewässerung in einem anderen Rhythmus und nicht mehr täglich. Dies auch, um
den Sportvereinen eine weitere Nutzung zu ermöglichen.
„Wir agieren schon vorausschauend, damit unsere Hochbehälter nicht leerlaufen und der erforderliche Löschwasservorrat sichergestellt werden kann und gehen als Stadt mit gutem Beispiel voran“, betont Engler.

Text und Fotos
Magistrat der Stadt Baunatal
www.baunatal.de


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