Erich Kästner Schule Baunatal führt erfolgreich 3D-Druck im Unterricht ein

Erich Kästner Schule Baunatal führt erfolgreich 3D-Druck im Unterricht ein
Lehrkräfte: Johannes Dittmann, Merve Yavuz, Dr. Nico Storch, Jörg Hapke, Geeta Bhusla, Mareike Meyfarth Teilnehmer auf dem Bild nicht zusehen: Doreen Albrecht, Florian Ochmann, Michael Arlt

Baunatal | Bildung Die Erich Kästner Schule in Baunatal, eine integrierte Gesamtschule für die Jahrgangsstufen fünf bis zehn, geht in Sachen Digitalisierung und Zukunftskompetenz neue Wege. Mit der Einführung von 3D-Druck im Unterricht setzt die Schule ein klares Zeichen für modernen, praxisorientierten Unterricht. Als Ganztagsschule mit einem breit gefächerten Bildungsangebot legt die EKS besonderen Wert auf individuelle Förderung, Selbstständigkeit und kreatives Arbeiten. Der gezielte Einsatz von 3D-Druck ergänzt den Unterricht nicht nur in technischer Hinsicht, sondern eröffnet den Schülerinnen und Schülern neue Möglichkeiten, Lerninhalte durch eigenes Handeln zu begreifen und sich aktiv mit ihnen auseinanderzusetzen.

Warum investiert die Erich Kästner Schule in 3D-Druck?

Die Entscheidung, 3D-Druck als festen Bestandteil in den Unterricht zu integrieren, wurde ganz bewusst getroffen. Schulleiter Jörg Hapke, der das Projekt initiiert und maßgeblich vorangetrieben hat, sieht in der Technologie ein enormes Potenzial für die schulische Bildung. Für ihn ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur theoretisch über digitale Technologien sprechen, sondern diese auch praktisch erleben, gestalten und verstehen können. Die Vision dahinter ist klar: Es soll eine Lernumgebung geschaffen werden, in der junge Menschen ihre Ideen nicht nur auf dem Papier entwickeln, sondern sie durch eigene digitale Konstruktionen in physische Objekte verwandeln können.

Dabei geht es nicht nur um technisches Know how, sondern vor allem um einen ganzheitlichen Bildungsansatz. Die Jugendlichen sollen lernen, Probleme eigenständig zu lösen, kreative Prozesse zu durchlaufen und mit modernen Werkzeugen sicher umzugehen. Der gesamte Ablauf  vom ersten Entwurf über die digitale Modellierung bis hin zum fertigen Produkt stärkt Fähigkeiten wie logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und Teamarbeit. Der 3D-Druck bietet somit nicht nur einen Zugang zu technischen Kompetenzen, sondern verbindet diese mit Kreativität und interdisziplinärem Denken.

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Wie wird 3D-Druck im Unterricht eingesetzt?

Die Einführung des 3D-Drucks an der Erich Kästner Schule ist nicht auf ein einzelnes Fach beschränkt, sondern bewusst fächerübergreifend angelegt. Besonders in den Bereichen Mathematik, Kunst, Naturwissenschaften und Arbeitslehre ergeben sich spannende Anwendungsmöglichkeiten, die den Unterricht bereichern und vertiefen.

In Mathematik zum Beispiel lernen die Schülerinnen und Schüler, geometrische Formen oder technische Bauteile mit Hilfe von CAD-Software zu entwerfen. Diese Entwürfe werden anschließend auf dem 3D-Drucker realisiert – ein Prozess, der abstrakte mathematische Inhalte greifbar macht und das räumliche Denken schult. Im Kunstunterricht entstehen kreative Objekte, die zunächst digital entworfen und dann plastisch umgesetzt werden. Hier verschmelzen digitale Medien und handwerkliches Arbeiten zu einer ganz neuen Ausdrucksform, in der individuelle Gestaltung und technisches Wissen gleichermaßen gefragt sind.

Auch die Naturwissenschaften profitieren vom Einsatz der Technologie. Komplexe biologische oder physikalische Vorgänge lassen sich mit Hilfe von 3D-Modellen besser erklären und begreifen. Ob Zellenstrukturen, chemische Moleküle oder mechanische Zusammenhänge – der 3D-Druck ermöglicht es, diese Inhalte in einer Form zu vermitteln, die anschaulich und einprägsam ist. In der Arbeitslehre wiederum steht die Umsetzung funktionaler Objekte im Vordergrund. Schülerinnen und Schüler entwerfen kleine Bauteile oder Alltagslösungen, die einen unmittelbaren Bezug zur Berufswelt haben und handlungsorientiertes Lernen fördern. In allen genannten Fächern ermöglicht der 3D-Druck projektorientiertes Arbeiten, das über das reine Fachwissen hinausgeht. Die Lernenden übernehmen Verantwortung für ihre Projekte, entwickeln eigene Ideen, setzen sie technisch um und halten am Ende ein greifbares Ergebnis in den Händen. Das motiviert, macht Spaß und vermittelt Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinauswirken.


3D-Druck im Zeitraffer

Welche Herausforderungen bringt der 3D-Druck mit sich – und wie begegnet die Erich Kästner Schule ihnen?

Die Einführung neuer Technologien wie des 3D-Drucks bringt naturgemäß auch Herausforderungen mit sich. Eine der größten besteht darin, die Technologie sinnvoll und nachhaltig in den bestehenden Schulalltag zu integrieren. Der Umgang mit digitalen Modellierungs- und Fertigungsprozessen verlangt neue didaktische Konzepte und Unterrichtsformen, die nicht in allen Fächern von heute auf morgen etabliert werden können. Aus diesem Grund entschloss sich die Schulleitung zu einem schrittweisen Vorgehen, beginnend mit einer fundierten Vorbereitungs- und Qualifizierungsphase.

Zunächst musste die passende technische Ausstattung beschafft werden. In enger Zusammenarbeit mit dem externen Partner 3D-Druck Smart Additive aus Baunatal entschied sich die Schule für drei Creality K1 FDM-Drucker, die sich durch ihre Benutzerfreundlichkeit, hohe Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit auszeichnen. Parallel dazu wurde die benötigte Software, ein sogenannter Slicer zur Druckdatenaufbereitung, installiert und auf speziell vorbereiteten Laptops eingerichtet. Ein geeigneter Arbeitsplatz für die Drucker wurde ebenso geschaffen, sodass technische und sicherheitsrelevante Anforderungen erfüllt sind.

Ein zentraler Baustein der Umsetzung war zudem die Fortbildung des Kollegiums. Die beteiligten Lehrkräfte wurden in einem Workshop umfassend geschult. Diese praxisnahen Fortbildungen, die ebenfalls in Kooperation mit 3D-Druck Smart Additive durchgeführt wurden, bildeten die Grundlage dafür, dass der 3D-Druck nicht als isoliertes Thema behandelt wird, sondern als aktives Werkzeug zur Gestaltung des Unterrichts dienen kann.

Aktuell befindet sich die Schule in der Planung einer Pilotphase. In dieser sollen erste Unterrichtsprojekte in ausgewählten Klassen und Fächern umgesetzt werden. Parallel dazu werden passende Lehrmaterialien entwickelt, die den Einstieg für Lehrkräfte und Lernende erleichtern und strukturieren. Ziel ist es, die Erkenntnisse aus der Pilotphase zu nutzen, um den 3D-Druck langfristig und flächendeckend im Schulalltag zu etablieren.

Text und Fotos V.i.S.d.P.

Josef Wilhelm
3D Druck Smart Additive

Kieler Straße 31 | 34225 Baunatal
0174/ 486 32 53

www.smart-add.com

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