Baunatal | Stadtnachrichten Modern, grün, individuell, so präsentiert sich das Wohngebiet „Am obersten Heimbach“ mit seinem far-benfrohen Stadtplatz in Großenritte seit vielen Jahren. Der Stadtplatz als „Brosche im neuen Stadtquartier“ wurde 2009 fertiggestellt.

Ein Jahr später die Freizeitfläche „Am Reinhardtsborn“, mit Spielplatz, Wiesenfläche, Obstbäumen, Asphaltspielfläche mit Fußballtore, Basketballkorb und Tischtennisplatte. Vor fast genau 10 Jahren wurde die Freizeitfläche und der Stadtplatz am 23. April 2010 feierlich eingeweiht.
„Die Bagger rollen am obersten Heimbach“ – Unter dieser Überschrift in den Baunataler Nachrichten am 25. April 2002 startete die Erfolgsgeschichte, bei der bereits damals schon die wichtigen Themen „Energieeinsparung“ und „Umweltfreundlichkeit“ im Fokus standen.

Im Sommer 2015 wurde mit der offiziellen Verkehrsfreigabe für den Straßenendausbau die komplette Erschließung und Bebauung des Musterbaugebietes offiziell freigegeben. Schwerpunkt in dem Wohngebiet war von Anfang an, als ein echtes innovatives Energiekonzept das klimaeffiziente und ökologische Bauen und Wohnen. Mit dem Förderprogramm “Klimaeffizientes Bauen und Wohnen“, das speziell für das neue Wohngebiet aufgelegt wurde, setzte die Stadt in Kooperation mit dem Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien e.V. in Hessen als eine der ersten Kommunen einen Schwerpunkt für den konsequenten Einsatz zur Förderung regenerativer Energien. Nicht nur in Bezug auf den Klimaschutz war Baunatal damit ein echter Vorreiter für viele Kommunen.

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Mit der Enthüllung des Gedenksteins wurde die Freizeitfläche „Am Reinhardtsborn“ und der „Stadtplatz“ 2010 eingeweiht.

Vorreiter in Hessen

Zum Start in den Jahren 2001/2002 hatte die Stadt für das zu dieser Zeit in Hessen einmalige Projekt des Musterbaugebietes geworben und war dafür vom Hessischen Umweltministerium unterstützt worden. Die Bauherren konnten sich im Musterbaugebiet frei entscheiden, welche Form der eigenen Energieversorgung sie wählen. Als Vorgabe musste Energie lediglich 15 Prozent besser eingesetzt werden als in der Energiesparverordnung vorgegeben war. Zudem musste ein Energieberater beteiligt werden. Finanziell unterstützt wurden die Bauherren von der Stadt nach Abschluss des Projekts je nach Standard mit 2.700 Euro bis 8.900 Euro zinslosem Darlehen. Von den insgesamt 94 Grundstücken wurden 70 städtisch und 24 privat vermarktet. Von den städtischen Grundstücken standen 50 für die Bebauung durch freistehende Ein– und Zweifamilienhäuser zur Verfügung und 20 gehörten zum Projekt Stadtplatz, ein keilförmiges Areal im Zentrum des Bebauungsgebietes.

Kindertagesstätte und Freizeitfläche
Den großen Erfolg des Wohngebietes führte Bürgermeisterin Silke Engler, damals Erste Stadträtin, im Jahr 2012 zum einen auf die freie Entscheidung bei der Erfüllung der Auflagen zurück, zum anderen aber auch auf die steigenden Energiekosten und das wachsende Umweltbewusstsein der Bürger. Auch Baunatals hervorragende Infrastruktur sei für viele Bauherren ein ausschlaggebender Punkt gewesen. Und diese Infrastruktur wurde 2017 noch weiter ausgebaut, als die Kindertagesstätte „Am Heimbach“ ihren Betrieb aufnahm. 23 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden dort in einer Gruppen betreut.

Überregionales Interesse
Das Musterbaugebiet stieß auf großes Interesse – auch überregional, als das Energiekonzept im Jahr 2008 in Frankfurt bei einem Workshop vorgestellt wurde. Bereits ein Jahr zuvor erhielt die Stadt Baunatal für ihr Engagement im Bereich Energie bei der Preisverleihung der Kommunalzeitschrift „Demo“ in Berlin den „Kommunalfuchs“ für kommunalpolitische Gesamtstrategien. Im gleichen Jahr erreichte die Stadt den 3. Platz beim Wettbewerb „Unsere Kommune ist klimaaktiv“ des Hessischen Ministeriums für Umwelt. Seit dieser Zeit wurde der Gedanke des Kli-maschutzes in Baunatal konsequent ausgebaut und umgesetzt. Ob die Nutzung regenerativer Energien mit Photovoltaikanlagen auf städtischen und privaten Gebäuden, die Nutzung der Abwärme vom Volkswagenwerk Baunatal und der Biogasanlage Langenberg, energetische Sanierungen von Altbauten und die Beteiligung am Ausbau der Elektromobilität in Nordhes-sen – Baunatal ist und bleibt weiterhin klimaaktiv.

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