Trotz angespannter Haushaltssituation: Baunatal bleibt weiterhin gut aufgestellt

(Baunatal) Eine lebendige Stadtkultur, die den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Einwohner gerecht wird, hängt von vielen Faktoren ab. Maßgeblich tragen, neben einer guten Infrastruktur, attraktive Angebote für alle Altersgruppen sowohl in sozialen als auch kulturellen und sportlichen Bereichen zur Steigerung der Lebensqualität bei.

Ebenso sind gute Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten wichtige Merkmale. Daneben kommt es vor allem auf die Menschen an, die „ihre“ Stadt mit Leben erfüllen und sich – oftmals ehrenamtlich – einbringen, sei es in der Vereins- und Verbandsarbeit oder in vielen anderen Institutionen.

Es lebt sich weiterhin gut in Baunatal

In Baunatal werden all diese Kriterien, die entscheidend sind für eine hohe Wohn– und Lebensqualität, auf einem gehobenen Niveau erfüllt. „Es lebt sich gut in Baunatal, das wird trotz der schwieriger werdenden Finanzlage so bleiben“, unterstreicht Bürgermeisterin Silke Engler.
Am 11. März wird sie den Haushalt 2019 im Stadtparlament vorstellen. Bis dahin liegen hinter den politischen Gremien und der Verwaltung wochenlange, sehr intensive Haushaltsberatungen. Vornehmlich kreisen die Konsolidierungsgespräche um die Frage, in welchen Bereichen Einsparungen bzw. Kürzungen vorgenommen werden können. Bis zum Jahr 2022 werden rund 30 bis 40 Millionen Euro in der Stadtkasse fehlen, schätzt die Bürgermeisterin. Grund sind die Auswirkungen der Dieselkrise, die wegen der daraus resultierenden fehlenden Gewerbesteuereinnahmen in Millionenhöhe von VW – bisher größter Steuerzahler in der Region – jetzt auch Baunatal erreicht haben.

Schon seit 2015 muss die Stadt Baunatal das Defizit aus den Rücklagen decken

Bereits seit 2015 – das Jahr, in dem der Abgasskandal bekannt wurde – gleichen die Baunataler ein jährliches Defizit von vier bis acht Millionen Euro über die vorhandenen Rücklagen aus. „Wir haben glücklicherweise in all den Jahren immer sehr gut vorgesorgt und uns ein Polster geschaffen“, stellt die Bürgermeisterin fest.
Ziel sei es, Baunatal mit einer ausreichenden Liquidität durch die kommenden fünf Jahre zu bringen. „Das ist unter anderem auch deshalb sehr wichtig, weil uns die Kommunalaufsicht ansonsten die Erstellung eines Sparprogramms auferlegen könnte und das wollen wir natürlich verhindern“, erklärt Silke Engler. So heißt es in den kommenden Jahren immer wieder zu schauen, in welchen Bereichen gespart werden kann. Denn kein Geld von VW bedeute, trotz ausreichender Rücklagen sei die Stadt bezüglich laufender Ausgaben nicht „flüssig“, erläutert die Bürgermeisterin.

„Für uns gilt es jetzt, die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben, zwischen Dringendem und Verschiebbarem zu finden. Dazu prüfen wir jede Leistung und jedes Vorhaben genauestens auf ihre Notwendigkeit“, sagt sie.

Das heißt auch, das einige geplante Investitionen, wie beispielsweise die Sanierungen der Max-Riegel-Halle und der Kulturhalle in Großenritte, verschoben werden.
Trotz der angespannten Haushaltssituation blickt Silke Engler optimistisch in die Zukunft.

„Wir haben in Baunatal eine großartige Stadtgesellschaft, gemeinsam überwinden wir jede Krise“, sagt sie und appelliert an das „Wir-Gefühl“ der Bürger. Wenn jeder dazu bereit sei, einen kleinen Teil beizutragen, werde man die kommenden Jahre gut meistern.

Über 700 Baunataler kamen zur Einweihung des Rückhaltebeckens an der Hunsrückstraße

Ein solides Fundament dafür bilde die hervorragende Infrastruktur, darauf bleibe die Stadt auch in schwierigeren Zeiten sicher aufgestellt. 99 Millionen Euro wurden in den letzten zehn Jahren in die Wasser– und Kanalleitungen, die städtischen Gebäude – beispielsweise in den Feuerwehrstützpunkt in Altenbauna als ein Gebäude für die Sicherheit der Menschen in Baunatal, in die moderne Stadtbücherei, die den Marktplatz auch optisch aufwertet und die Kita Talrain in Großenritte -, ebenso in die Neugestaltung der Innenstadt und den Umbau der innerstädtischen Stra-ßen verbaut. „Hervorzuheben ist, dass dafür kein Darlehen aufgenommen wurde. So sind weder wir in der jetzigen Situation noch nachfolgende Generationen mit Rückzahlungen belastet“, bemerkt Silke Engler. Sie verweist noch einmal auf zahlreiche Maßnahmen, die dazu beigetragen haben, dass sich das Stadtbild in den zurückliegenden zehn Jahren maß-geblich verändert hat.
Vor allem im städtebaulichen Bereich hat sich sehr viel getan. Im Stadtzentrum werden diese immensen Veränderungen, die zur Stärkung und weiteren Attraktivität des Wohnstandortes beitragen, deutlich. Dazu kommen zahlreiche Investitionen in allen Stadtteilen, zum Beispiel im Straßenbau, bei der Renovierung der Sportstätten oder der Feuerwehrhäuser. Kontinuierlich weitergeführt wurde auch das inner-städtische Verkehrsentwicklungskonzept. Erfolgreich abgeschlossen ist die Umsetzung des Hochwasserschutzkonzepts mit umfangreichen Maßnahmen in Guntershausen und dem Rückhaltebecken Hunsrück-straße. Ein Schwerpunkt bleibt in Baunatal, neben der Förderung der Vereine und der Seniorenarbeit, der Bereich Bildung. Die Baunataler Bildungslandschaft mit Bildungskette, pädagogischem Konzept und Gebührenfreiheit ist beispielgebend im Land.

Foto und Text
Magistrat der Stadt Baunatal
www.baunatal.de

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